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Radsport: Rennleiter Pfeiffer strebt Bewerbung um nationale Meisterschaft 2013 an
Edermünde. Bei der Siegerehrung werden Sieger geehrt. Im Falle der 12. Edermünder Runde die drei Fahrer, die es nach einem aufregenden und in der Schlussphase dramatischen Rennen aufs Treppchen geschafft hatten: Sieger Axel Hauschke, der Zweitplatzierte Dirk Müller und der Dritte Dennis Klemme.
Eine Siegerehrung der besonderen Art: Edermündes Bürgermeister Karl-Heinz Färber (Mitte) und Rennleiter Ralf Pfeiffer (rechts) zeichnen zunächst (von links) Dirk Müller, Axel Hauschke und Dennis Klemme aus, um danach ihre Bewerbung für die Deutschen Straßenmeisterschaft 20013 bekannt zu geben. Foto: Hahn
Alle drei hatten sich ihren Beifall auf dem Dorfplatz in Besse redlich verdient. Dass dieser dann ein viertes Mal in unveränderter Stärke aufbrandete, hatte andere Gründe. Die Vorfreude der heimischen Radsportfans nämlich auf ein echtes Top-Ereignis, quasi die Steigerung von Nordhessens einzigem Profirennen.
„Wir wollen uns für die deutschen Straßenmeisterschaften 2013 bewerben“, gab Rennleiter Pfeiffer unter dem Jubel der Zuschauer bekannt. Ein Projekt, das alle vorausgegangenen Radsport-Veranstaltungen in der Region in den Schatten stellt. Die zwölf Auflagen der Edermünder Runde genauso wie den Radcup 2001 und 2002 (u.a. mit Ullrich und Zabel). Und somit auch für Ralf Pfeiffer, den Chef-Organisator all dieser hochkarätigen Rennen, einen neuen Höhepunkt darstellt.
„Wir wollen unsere eigene, mittlerweile etablierte Veranstaltung einfach nochmal toppen“, begründete Karl-Heinz Färber, Bürgermeister der Gemeinde Edermünde, das ehrgeizige Ansinnen. Ralf Pfeiffer hofft mit diesem „Riesenereignis“, das traditionsgemäß eine Woche vor dem Start der Tour de France stattfindet, dem heimischen Radsport „einen Schub“ zu verleihen. Und helfen, den Radsport ganz allgemein aus der Krise und aus der Doping-Ecke zu holen. Eine Diskussion, die in Deutschland gegenüber anderen Radsportnationen aber auch im Vergleich zu ähnlich betroffenen Sportarten höchst intensiv geführt wird.
Eine Mammutveranstaltung, die noch malganz besondere Anforderungen an deren Macher stellt. In Bezug auf die Organisation, wo sich der 1. Vorsitzende des RV Kassel wohl wieder auf die vielen fleißigen Helfer der Gemeinde Edermünde verlassen kann. Und was das zu garantierende Budget angeht, das mit dem Bund Deutscher Radfahrer (BDR) genauso abgestimmt werden muss wie der Kurs für das 200 Kilometer lange Profirennen.
Ralf Pfeiffer hat bereits drei Varianten auf Lager: eine Runde à 16 km durch alle Edermünder Ortsteile und Hertingshausen, eine gleich lange durch Großenritte, Langenberg und Ermetheis sowie eine 12-km-Runde innerhalb von Edermünde. Dazu kommen noch das Zeitfahren und das Frauen-Rennen. „Ich glaube, wir haben gute Chancen, den Zuschlag auch zu bekommen“, sagt der Rennleiter vor der endgültigen Bewerbung, die er bis Mitte 2011 abliefern muss. Ein gutes Datum, das bekannt zu geben, wäre die Siegerehrung der 13. Edermünder Runde.
Von Ralf Ohm Quelle HNA
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